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Meldung vom 21.03.2019

Frühjahrstagung 2019

In den Startlöchern für die neue Saison...

Die Mitglieder des Greenkeeper-Nord e.V. zu Gast bei ihrem Beisitzer Frank Gärtner. Der Investor betriebene Golf- und Country Club Gut Bissenmoor liegt etwas nördlich von Hamburg und wird seit dem Bau im Jahre 2002 von ihm als Headgreenkeeper betreut.

84 Personen nahmen an der Frühjahrstagung teil und wurden vom Vorstand und ihrem Gastgeber begrüßt. Ebenso wurden die neuen Partner des Nordens vorgestellt und allen Partnern der Dank für die Unterstützung des Regionalverbandes zum Ausdruck gebracht. „Ohne Ihren Beitrag wären Veranstaltungen wie wir sie durchführen nicht möglich! Vielen Dank für die Verbundenheit zu unserem Verband“, so der Vorsitzende Frank Schäfer. Das Auditorium bestätigte dies mit lautem Beifall.

Bei der Mitgliederversammlung berichtete der Vorstand über die Tätigkeiten des vergangenen Jahres und bot einen Ausblick auf die kommenden Termine. Bei den Vorstandswahlen wurden Heiko Tock als zweiter Vorsitzender und Christian Steinhauser als Schriftführer in ihren Ämtern wiedergewählt. Als Kassenprüfer wurde Kai Reidath für zwei weitere Jahre gewählt, neben Karsten Konemann, der im letzten Jahr gewählt wurde. Zum Abschluss der Mitgliederversammlung wurde auch dem Vorstand ausdrücklich für das Engagement und die aufgewendete Freizeit im Ehrenamt gedankt. Eine schöne Bestätigung und Motivation für die kommenden Tagungen.

Bevor der Seminarteil begann, stellte Frank Gärtner den Teilnehmern die Golfanlage vor und berichtete neben den Kerndaten und den Highlights seiner Tätigkeit als Headgreenkeeper bei der fünffachen Durchführung des PRO-Golf Tour Events. Aber auch von den Schwierigkeiten und Herausforderungen der letzten beiden Saisonen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können und gab so die Überleitung zum Thema der Vorträge, die auf diese Bedingungen immer wieder eingingen.

Thomas Fischer gab uns einen Einblick in die lange Geschichte der Rasengräser und ihren Einzug als züchterisch behandelte Kulturpflanze für Sport- und Zierrasenflächen. Wer hätte gedacht, dass die Vorläufer unser heutigen Gräser schon vor 200 Millionen Jahren die Teilung der Kontinente mitgemacht haben. Er ging auf die unterschiedliche Entwicklung der Gräser in den verschiedenen Klimazonen ein als auch auf die Entwicklung der einzelnen Arten durch züchterische Veränderung bzw. Selektierung. So sind heute Sorten von Lolium Perenne verfügbar, die derart feinblättrig und tiefschnittverträglich sind, dass sie Einzug in Spielflächen halten, wo sie noch vor ein paar Jahrzehnten als „nicht in Betracht kommend“ galten. Ebenso interessant sind auch die Möglichkeiten der Saatgutbehandlung für bessere Keimungsergebnisse und die dadurch gesicherte Etablierung der Gräser bei ungünstigen Bedingungen. Hilfreiche Informationen zur Auswahl der geeigneten Gräser findet man in den Bonitierungslisten der Forschungsanstalten für Rasensaatgut, z.B. Turfgrass Seed von der British Society of Plant Breeders Limited (BSPB), welches alle sieben Jahre neu überarbeitet wird.

Nach dem Saatgut berichtete Thomas Fischer über den aktuellen Stand bei den Pfllanzenschutzmitteln.

Ein weiteres Thema in Zeiten des Klimawandels war der Einfluss auf die Auswahl von Bäumen und Sträuchern bei der Gestaltung von Spielelementen auf dem Golfplatz. Wie reagieren die Bäume auf die sich verändernden Extreme und ist schon ein Trend am Markt erkennbar? Worauf müssen wir uns in Zukunft bei der Planung und Pflege einstellen? Diese Fragen beantwortete uns Herr Jens-Uwe Kretzer, Vertriebsleiter bei Lorenz von Ehren, einer der größten europäischen Baumschulen. Neben der Firmenhistorie berichtete er über die im Handel befindlichen Pflanzen und konnte anhand der sich verändernden Arten am Markt einen klaren Trend ausmachen. Viele heimische Arten reagieren vermehrt mit Krankheitsbefall auf die sich veränderten Bedingungen.

Die gestalterischen Möglichkeiten durch gezielte Bepflanzungen mit Baum- oder Strauchgruppen sowie mit Solitärbäumen wurde anhand von durchgeführten Projekten auf Golfanlagen veranschaulicht. So lieferte Lorenz von Ehren zum Beispiel die Siegerbäume als auch die Bepflanzung des Eingangsbereichs und der VIP-Zelte zu den Porsche European Open auf dem Nord-Course der Golfanlage Green Eagle.

In den Pausen wurden die am Clubhaus zahlreich ausgestellten Maschinen von den Teilnehmern in Augenschein genommen. Zum Glück war das Wetter gnädig mit uns und bescherte uns genügend Wolkenlücken. Hier nochmals ein großes Dankeschön an die Firmen, die hier einen nicht geringen Aufwand getätigt haben.

Nach der Mittagspause stellte Herr Alexander von Both von der Firma Aqua Terra den Aera-Vator vor. Er erläuterte die Einsatzmöglichkeiten der Maschine in seiner Präsentation. Verschiedene Arbeitswerkzeuge und die Möglichkeit einer pneumatisch betriebenen Nachsaateinheit machen den Aera-Vator zum Vielzweckgerät für die verschiedenen Flächen auf dem Golfplatz. Ob als schnelle Bodenlockerung im Wurzelbereich mit hoher Flächenleistung oder als Nachsaatgerät. Fairways, Tees und Greens können gleichermaßen mit dem Gerät bearbeitet werden durch die austauschbaren Arbeitswellen.

Das Arbeitsergebnis konnten die Teilnehmer dann noch vor Ort begutachten, da zwei weitere Mitarbeiter der Firma Aqua Terra den Vormittag über die Flächen auf dem naheliegenden Übungsgelände mit den verschiedenen Arbeitswerkzeugen bearbeitet haben und das Gerät auch noch mal in Aktion gezeigt wurde

Der Weg zu den Flächen wurde vom HK-Planierhobel frisch aufbereitet und hinterließ trotz des immer wieder einsetzenden Regens ein überaus zufriedenstellendes Ergebnis.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die jeder für einen guten Start in die Saison noch lange in Erinnerung haben wird.

Frank Schäfer


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